63 Schillerschüler stehen nach neun bzw. zehn Schuljahren an einer Wegkreuzung

In ihren Reden zur Übergabe der Abschlusszeugnisse an die Haupt- und Realschüler der 9. und 10. Klasse des Schuljahres 2016/17 bemühte Rektorin Kerstin Köcher das Bild vom  Weg, den die Absolventen fünf bzw. sechs Jahre an der Schillerschule Rudolstadt gegangen sind. „Nun steht ihr am Ende diese Schuljahres sinnbildlich an einer Kreuzung, denn alles weitere ist gleichzeitig der Anfang eines neuen Weges“, sagte sie.

50 Zehntklässler, die den Realschulabschluss anstrebten - drei schafften ihn nicht - und 13 Schüler der Klassenstufe 9, von ihnen durften sich neun über den Qualifizierenden Hauptschulabschluss freuen, stehen seit dem 23. Juni an dieser Kreuzung. 16 Realschüler haben bereits einen Lehrvertrag unterschrieben. 21 werden eine weiterführende Schule besuchen und neun ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Von den erfolgreichen Hauptschulabsolventen lernen einige in der Klasse 10 der Schillerschule weiter. Andere werden im Berufsschulzentrum ihren Weg fortsetzen und wieder andere haben einen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Die Schulleiterin erinnerte in ihren Ansprachen in zwei getrennten Veranstaltungen an Höhepunkte der Schulzeit in beiden Klassenstufen. Sie nannte gemeinsame Unternehmungen wie Klassenfahrten, Wanderungen oder die Sprachreise und auch an das Lernen am anderen Ort. Aber sie ging auch auf Probleme ein, die es im Laufe der Schulzeit gab und die Lehrer, Schüler und Eltern oft gemeinsam meisterten. „So viele Jahre gemeinsam auf dem Weg zu sein, heißt Höhen und Tiefen miteinander durchstehen und auch überwinden, schöne Dinge gemeinsam erleben, aber auch über so manche schwache Phase hinwegkommen“, blieb sie bei ihrem Eingangsbild. Manche Anekdote zauberte aber auch ein Lächeln in die Gesichter der (Noch)-Schillerschüler.

Als richtig habe es sich erwiesen, so Köcher, dass an der Schule erstmals seit Jahren eine auf den Hauptschulabschluss bezogene Klasse gebildet wurde. Gut gemeistert hätten die Schüler der Klassenstufe 10 die Zusammenlegung der ehemals drei neunten zu zwei Abschlussklassen

Zufrieden sind die Lehrer mit den Ergebnissen der Zehntklässer. Über 50 Prozent von ihnen ereichten einen Notendurchschnitt, der mit einer Zwei beginnt. Bei sechs Schillerschülern steht sogar eine Eins vor dem Komma.

Bevor die Schulleitung und die Klassenleiter Britta Wunder, Heidi Schnerr (Klassen 10) und Hans-Jürgen Henning (9. Klasse) die Zeugnisse überreichten, erfreute die Klasse 5 unter Leitung von Ute Mackeldey die Anwesenden in der Aula der Schillerschule mit Schwarzlichttheater, Marie Trister mit Klavier - sowie Mirjam Möller, Silas und Elias Dietzel mit Gesangs- und Instrumentalstücken.

Uwe Gebhardt, Lehrausbilder beim Schulpartner Siemens AG, konnte danach noch Jaroslava Alexejewa und Sophie Wegener für besondere Leistungen auszeichnen. Silas Dietzel, der Jahrgangsbeste, wird zur Schillerehrung im Oktober durch den Schulförderverein gewürdigt.

Nach der offiziellen Verabschiedung der Schillerschulabsolventen feierten Schüler, Eltern und einige Lehrer gemeinsam den Abschluss, bevor die Schüler dann ganz im Sinne der Ansprache der Rektorin in verschiedene Wegrichtungen weitergehen.

Fotos: H. Gerlach
Rektorin K. Köcher gratuliert
Klassenleiterin Britta Wunder gratuliert
die anderen: nach der Übergabe der Zeugnisse

Hartmut Gerlach