Schillerschule: Schulfest

Bildungs - und Erziehungsauftrag auch beim Schulfest erfüllt
Schillerschüler und ihre Gäste konnten aus 26 Stationen auswählen


Dass an diesem Freitag kein Unterricht an der Schillerschule Rudolstadt stattfand, bedeutete jedoch keineswegs, dass die 370 Schüler nur zur Unterhaltung an ihre Regelschule gekommen waren. Natürlich spielte beim Schulfest mehr als sonst der Spaßfaktor ein wichtige Rolle. Aber an den 30 Stationen, die vor allem die Lehrer aufgebaut hatten, wurde selbst an so einem Tag ein Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllt. Doch das war den Fünft – bis Zehntklässlern zumeist nicht bewusst. Vielmehr dominierte das Spielerische. Dennoch galt es überall, Aufgaben mit muttersprachlichem, mathematischem, naturwissenschaftlichem, sprachlichem, historischem, künstlerischem, praktischem oder sportlichem Hintergrund zu bewältigen, Dabei waren oft Ausdauer, Geduld, Gründlichkeit, Genauigkeit oder Geschicklichkeit gefragt.

Entsprechend eingestimmt, hatten die meisten Schüler zunächst rasch die Angebote gefunden, die für sie interessant zu sein schienen. Dabei war kein ausgesprochener Favorit auszumachen. Überall herrschte Andrang. Doch im großen Schulhaus kam es kaum zu längeren Schlangen bei diesen Stationen:

Amateurfunk live, Pizza backen, Holzverarbeitung, Naturquiz, Geschichtsquiz, amerikanische und russische Tänze, Fotografieren leicht gemacht, Knobeln und Rätseln, Brett- und Kartenspiele, Worträtsel, Handarbeiten, Mikroskopieren, gesunde Ernährung, Sudoku, Herstellen von Zinnfiguren, Die Wolke in der Flasche, Weihnachtskarten Basteln, Spielereien mit Farbe, Schach, Archäologe sein, sportliche Hindernisbahnen und bei der Feuerwehr. An einigen Ständen lockten Klassen zudem mit leckerem Kuchen oder mit Getränken.

Mit einem Flohmarkt, aber vor allem mit der Absicht, die dahinter steckte, sorgte die 8a für Aufmerksamkeit. Denn der Erlös – letztlich waren es 140 Euro – spenden die Schillerrschüler für eine Grundschule in Nambia.

Ab 10 Uhr erhöhte sich die Schülerzahl schlagartig um weitere 100. Denn die Viertklässler der Rudolstädter Grundschulen West, Schwarza und Anton Sommer folgten der Einladung zum Schulfest, das auch ein „Tag der offenen Tür“ war. Sie wurden in der Aula von der Schulband und von Schulleiterin Kerstin Köcher begrüßt und dann von Schülern des Kurses Sozialwesen durch das Haus, das in einigen Monaten ihr Schulgebäude sein könnte, geführt. Natürlich konnten sie sich auch an den Stationen betätigen.

„Die Schüler und ihre Gäste haben die Angebote der Lehrer und unserer Partner sehr gut angenommen und waren zumeist mit großer Begeisterung bei der Sache. Ihnen hat dieser Tag offensichtlich viel Freude bereitet. Mein Dank gilt den engagierten Kollegen, aber auch der Feuerwehr Rudolstadt, dem Schach-AG-Leiter Herrn Müller, Marita Schmalz von der Verbraucherzentrale Rudolstadt sowie Rolf Junghans, Ortsverbandsvorsitzender der Amateurfunker Rudolstadt, die uns unterstützten. Dank gilt außerdem dem Schulförderverein für den finanziellen Zuschuss“, zog Ullrich Cazin, Fachlehrer für Geografie und Sport und verantwortlicher Organisator der Veranstaltung, ein positives Fazit.

Hartmut Gerlach
Fotos (H. Gerlach)

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