Bewährtes und Neues an der Schillerschule Rudolstadt
Erfolgreicher Start in das neue Schuljahr mit 369 Regelschülern in 17 Klassen

Kerstin Hagenbring, Konrektorin der Schillerschule, konnte am Freitagnachmittag aufatmen. Der Stundenplan, den sie in den Ferien auch mit Hilfe eines entsprechenden Programms gebaut hatte, hatte seine Bewährungsprobe bestanden. Der Schulbetrieb verlief reibungslos, alle Unterrichtsräume stimmten und auch die Lehrerzuordnung zu den Klassen passte exakt. Schulleiterin Kerstin Köcher, die ihr zweites Jahr an der Regelschule beginnt, war zufrieden: „Jeder Schüler hat seinen Platz gefunden. Der Start in das neue Schuljahr war erfolgreich.“ Auch, weil die Rahmenstundentafel gemäß der Thüringer Schulordnung erfüllt wird. Erneut gibt es aber zahlreiche Pädagogen, die in ihrem Fach nicht ausgebildet sind, sich aber bereit erklärten, die entsprechenden Stunden zu unterrichten. Dabei war es aufgrund des zur Verfügung stehenden Stundenpools nicht möglich, allen 17 Klassenleitern, die das Kerngeschäft im Schulbetrieb betreiben, weil sie sich über den Unterricht hinaus mit dem Schüler beschäftigen, durch so genannte Abminderungsstunden etwas zu entlasten.

369 Schüler lernen in 17 Klassen. Köcher bedauert, dass in Klassenstufe 5 mit 48 Schülern nur zwei Klassen gebildet werden konnten. Die Dreizügigkeit beginnt erst ab der Klassenstufe 6. 36 Lehrer unterrichten an der Schillerschule, wobei sechs davon in Teilzeit arbeiten. Der Altersdurchschnitt an der Schule unterscheidet sich kaum von dem anderer Bildungseinrichtungen. Er beträgt knapp 52 Jahre, wobei drei Lehramtsanwärter die Altersstruktur des Kollegiums etwas günstiger darstellen. Erfreulich, nicht nur für die Schulleitung, dass eine sehr junge Kollegin (25) ihren Dienst an der Schillerschule begonnen hat. Sie schließt vor allem die Lücke in Biologie.

Mit einer Vorbereitungswoche haben sich die Lehrer intensiv auf das Schuljahr vorbereitet. Schwerpunkt war diesmal das Problem Bewertung und Zensierung. Zahlreiche Beschlüsse dazu dokumentierten den Willen der Pädagogen nach größerer Einheitlichkeit. Breiten Raum nahmen die von der Schulordnung geforderten Bemerkungen zur Lernentwicklung für jeden Schüler ein. Eine Aufgabe, die vor allem die Klassenleiter, 16 Frauen und ein Mann, herausfordert. Gilt es doch, die Gespräche mit Eltern und Schülern noch umfangreicher als früher zu dokumentieren. Insgesamt zehn Mal stehen Lehrersprechstunden auf dem Plan. Viel Zeit verwendeten die Schillerschullehrer in den Konferenzen auch für den Schuljahresarbeitsplan. In dem sind alle Aktivitäten erfasst, die vor allem außerhalb des Unterrichts vorgesehen sind. Dabei hält man unter der Überschrift „Lernen am anderen Ort“ an Bewährtem wie dem einwöchigen Projekt zur DDR-Geschichte in Klasse 10, Exkursionen nach Jena und Weimar im Rahmen des Deutschunterrichts oder der Sprachreise in Klasse 9 fest. Klar, dass es auch wieder zahlreiche Besuche im Rudolstädter Theater und in der Stadtbibliothek geben wird. Darüber und über weitere Vorhaben werden die Eltern in den nun anstehenden Versammlungen durch die Klassenleiter informiert.

Auch noch im September wartet auf die Schule die Verteidigung des Qualitätssiegels „Berufswahlfreundliche Schule“. Am 19. September wird ein Sportfest unter dem Motto „100 Jahre Sportabzeichen“ durchgeführt.
Dann sind bereits die ersten Klassen von einer Klassenfahrt nach Naumburg und Kloster zurück. Und auch die U 18-Wahl, an der sich die Schule erneut beteiligt, sowie eine Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald sind dann bereits Geschichte.
 
Hartmut Gerlach