Schüler und Eltern erhielten Einblick in die Schillerschule Rudolstadt

Offensichtlich sind manche Eltern von Kindern, die derzeit in Rudolstadt die vierten Klassen besuchen, noch unentschlossen, wie es mit der Schullaufbahn ihrer Sprösslinge weitergeht. So erklärt sich auch Kerstin Köcher, die Schulleiterin der Schillerschule Rudolstadt, die im Vergleich zu den Vorjahren größere Anzahl von Erziehungsberechtigten, die am frühen Dienstagabend zum Informationsabend an die größte Regelschule der Stadt gekommen waren.

Kerstin Köcher und Beratungslehrerin Gabriele Zahrt stellten in etwas mehr als 30 Minuten das Schulkonzept in der Aula vor. In dem ist das Lernen und Lehren das Kernstück, wobei die Schulleiterin auf die Mischung von traditionellem und offenem Unterricht und auf das Lernen am anderen Ort verwies. „Aber wir bieten mit der Keyboardausbildung im Rahmen des Musikunterrichts in den Klassenstufen 5/6, dem Schwimmunterricht für die Fünftklässler, dem fachübergreifenden und präventiven Projekten und den schulinternen Wettbewerben durchaus Besonderheiten“, sagte die Regelschulchefin. Dazu gehören auch die hervorragenden Lernbedingungen im großzügigen Schulgebäude mit einer Turnhalle und einem weiten Außengelände, die langfristige Berufswahlorientierung und die Angebote am Nachmittag. Vorzüge, die Antje Dietzel, die Schulelternsprecherin und Mutter von zwei Söhnen, nur bestätigen konnte. „Sie werden es nicht bereuen, wenn ihre Kinder an der Schillerschule lernen“, gab sie den Eltern mit auf den Weg.

Interessiert verfolgten die Anwesenden die Ausführungen und stellten im Anschluss Fragen zum Mittagessen, den Schließfächern, den Öffnungszeiten der Schule und dem Bustransport. Danach bot sich die Gelegenheit zum Schulrundgang. Bei dem waren ihre Kinder im Vorteil, denn sie hatten die zur Schule umgebaute ehemalige Kaserne bereits am Vormittag beim Schnuppertag kennengelernt.

Mehr als 90 Viertklässler aus den vier Grundschulen Rudolstadts erhielten dabei einen kleinen Einblick in die Regelschule. Dazu hatten Lehrer, die Schulsozialarbeiterin und auch die Theaterpädagogin insgesamt sieben Workshops vorbereitet. Hier erlebten die Grundschüler nach einem Programm der Klassen 6a, 6b und 7a unter anderem, was im Russischunterricht - der wird so wie Französisch in einem Basiskurs angeboten - auf sie zukommt. Als kleine Forscher betätigten sie sich bei biologischen und chemischen Experimenten. Großes Interesse löste auch die Beschäftigung mit den Tablets aus. Einen Vorgeschmack auf das Wahlpflichtfach „Darstellen und Gestalten“ vermittelte Theaterpädagogin Ulrike Lenz. Als Begleiter und Ansprechpartner der Gruppen profilierten sich mit sichtlicher Freude Schüler aus den zehnten Klassen.

Kerstin Köcher zog am Ende des Tages ein positives Fazit: „Die langfristige und intensive Vorbereitung auf den Schnuppertag und den Infoabend hat sich gelohnt und war nur möglich, weil ich mich auf ein tolles Team stützen kann. Die Grundschüler haben unsere Angebote in den Bereichen Sprache, Naturwissenschaft, Medien und Theater sehr gern angenommen. Schüler und Eltern erhielten einen umfassenden Eindruck vom Leben und Lernen an der Regelschule.“

Noch bleibt etwas Zeit bis zur Schullaufbahnentscheidung. An der Schillerschule kann man sich am 28.03.17 (16.00 - 19.00 Uhr) und am 01.04.17 (10.00 - 12.00 Uhr) anmelden. Der erste Elternabend findet am 19.06.17 statt.

Text und Fotos: Hartmut Gerlach